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1925 bis 1933

Die Gründung und Entwicklung der DLRG Bochum bis 1933

Erst die eklatante Hilflosigkeit bei einem Unglück großen Ausmaßes – der Einsturz einer Landungsbrücke mit 17 Toten – machte der Öffentlichkeit klar, wie groß die Defizite der Bevölkerung beim Schwimmen und Retten waren. Hier musste etwas geschehen! Besonders bedrückend empfanden es viele Menschen, die das Unglück miterlebten, dass sie unfähig zur Hilfe waren, da sie weder selber schwimmen, noch retten, noch Wiederbelebungsversuche unternehmen konnten. Diese Ohnmacht prägte sich tief in das Bewusstsein der Öffentlichkeit ein. So kam es am 8. Juni 1913 zu einem Aufruf zur Gründung der DLRG. Die Forderungen wurden durch eine breite Öffentlichkeit unterstützt, und so erfolgte am 19. Oktober 1913 die Gründung der DLRG in Leipzig.

Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges geriet die im Aufbau befindliche DLRG dann in große Schwierigkeiten, die sich auch nach dem Ende des Krieges in wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Art kaum überwinden ließen. Die Leute hatten andere Sorgen.

Die Inflation 1922 brachte einen totalen Tiefpunkt. Von den meisten hoffnungsvollen Grundlagen war nicht mehr viel übriggeblieben.

Im Jahre 1925 wurde unter tätiger und auch finanzieller Hilfe von DSV und DT die DLRG neu belebt. Ein erneuter Aufbau wurde beschlossen. So kam es 1925 auch zur Gründung des Bezirks Bochum.

Der LV Westfalen – vertreten durch den Kameraden August Hügel – hatte dem städtischen Badeverwalter Julius Rehborn geschrieben, er möge sich doch im Interesse der Bevölkerung der Sache annehmen und für die Gründung einer DLRG sorgen.

Dieser wandte sich dann an den sportlichen Leiter des SV „Blau-Weiß Bochum 1896“ Gustav Hasselmann. Nach längeren Vorbesprechungen trafen sich im Frühjahr 1925 die älteren Mitglieder des Schwimmvereins im Anschluss an einen Übungsabend im „Bochumer Hof“ zur Gründung des Bezirks Bochum. Kam. G. Hasselmann legte noch im Mai 1925 beim Kam. Franz Ziegan im Kanalbad Gelsenkirchen als erster Bochumer seine Prüfung für den Grundschein ab.

Der Bezirk Bochum umfasste zuerst die Städte Bochum, Gelsenkirchen, Herne, Wanne-Eickel, Wattenscheid und Witten. Innerhalb der Schwimmstunden des Schwimmvereins „Blau-Weiß“ wurden die ersten Ausbildungen durchgeführt.

Die besten Schwimmer des Vereins wurden zu Rettungsschwimmern ausgebildet, die erstmalig im Jahr 1926 im Rahmen eines Schwimmfestes mit Streckentauchen, Transport- und Kleiderschwimmen an die Öffentlichkeit traten.

1930 schied Gelsenkirchen aus dem Bezirk Bochum aus. Im gleichen Jahr wurde der
Rettungsmedailleninhaber Kam. Alfred Weiß Technischer Leiter.

Mitte 1933 übernahm Hans Koch die Bezirksleitung. Er gab der DLRG-Arbeit in Bochum neue Impulse. In seiner Amtszeit gewannen die Ortsgruppen immer mehr an Bedeutung und entwickelten ein ständig wachsendes Eigenleben.

Wiederaufbau und Entwicklung der DLRG Bochum nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Krieg, Ende 1945, begann durch Felix Kühnel, und die Kameraden und Kameradinnen Spieckermann, Hagemann, Willi Grosche, Heinrich Multhaupt, Fritz Base, Elli Drechsler, Lothar Kopetsch und anderen der Wiederaufbau.

1948 kam unter der Führung von Hans Buschmann die Ortsgruppe Hattingen hinzu. 1949 verließ Herne / Wanne-Eickel den Bezirk und 1963 machte sich auch Witten selbständig.

Besonders dem unermüdlichen Einsatz des langjährigen Bezirks- und späteren Ehren-Technischen-Leiters, Felix Kühnel, ist es zu verdanken, dass sich die DLRG nach dem Krieg in Bochum so positiv entwickelt hat. Er bemühte sich ständig um den Auf- und Ausbau der Ortsvereine und war auch stets auf der Suche nach jüngeren Mitarbeitern im Vorstand des Bezirkes. So gewann er schon 1968 den frisch von der Uni gekommenen “Pädagogen” Paul Wiezoreck für die Lehrschein- und Ausbildungsarbeit im Bezirk Bochum. Ein paar Jahre später gelang es ihm, Jürgen Reimetz, in den Arbeitsbereich “Boots- und Rettungswart” einzubinden.

Den Grundstein für die heutige Jugendarbeit im Bezirk legte der damalige Jugendwart Horst Backhaus. Er organisierte Fahrten, Lager und Hüttenaufenthalte und knüpfte auch Kontakte nach England.

Nach dem Bau von Hallenbädern in verschiedenen Stadtteilen in den 60er und 70er Jahren war der Andrang der Bevölkerung in die Übungsstunden der DLRG sehr groß geworden. Fand noch in den 50er und 60er Jahren der Schwimmbetrieb der meisten Ortsgruppen in Freibädern oder Flussbadeanstalten statt, was natürlich nur bei schönem Wetter möglich war, ermöglichten die Hallenbäder eine Schwimm- und Rettungsausbildung das ganze Jahr hindurch. Der Bedarf an Übungsleitern wuchs, deshalb begann in den 70er Jahren eine intensive Ausbildung und Schulung von Übungsleitern und Lehrscheininhabern.

 

Technische Entwicklung, Rettungswettkämpfe und Herausforderungen der Finanzierung im Bezirk Bochum

Auch die ersten Rettungswettkämpfe und Bootsvergleichskämpfe wurden auf Bezirksebene durchgeführt. Die Idee der Bootsvergleichskämpfe entstand 1968 in Linden-Dahlhausen und wurde 1972 vom Bezirk übernommen. Mitte der 80er wurde die Idee dann auch vom Landesverband übernommen, wobei der Sieger meistens aus Bochum kam.

Die 70er und 80er Jahre waren geprägt von der technischen Aufrüstung in den Ortsgruppen. Zunächst wurden Rettungsboote und entsprechende Motoren angeschafft, später sah man sich auch nach Zugfahrzeugen um. So kamen zunächst ausgemusterte Wagen aus Bundeswehrbeständen zum Einsatz. Diese mussten oft auf abenteuerliche Weise von ihren Standorten abgeholt werden. Wenige Jahre später hatte man überall genügend Geld für Neuanschaffungen gesammelt.

Der Bezirk verfügte Ende der 60er über das erste Rettungsboot mit Motor: die “Hassselmann”. 1980 stellte der Landesverband den Rettungszug “Westfalen 1” den Bochumern zur Verfügung. Ein bedeutender Schritt für die weitere Entwicklung. Aufgrund von Alterserscheinungen wurde dann am 28.09.1997 eine neue “Westfalen 1” in Dienst gestellt.

Die gesellschaftlichen Veränderungen hin zu immer mehr Freizeitmöglichkeiten zwangen auch die DLRG zu einer Intensivierung des Wachdienstes und damit verbunden zu einem Ausbau der Rettungsstationen und zur Verbesserung des Einsatzmaterials.

Den größten Teil für die Ausgaben und Anschaffungen von Geräten und Materialien muss die DLRG bis heute über freiwillige Spenden finanzieren. Selbst das Benzin für die Rettungsboote und Einsatzfahrzeuge ist nicht steuerfrei oder bezuschusst. Rettungsschwimmer stellen bei der Bekämpfung des Ertrinkungstodes nicht nur ihre Zeit und ihre Einsatzkraft zur Verfügung, sie bezahlen auch alles selber, was sie persönlich zum Wachdienst benötigen.

Die Bedeutung der Schwimmfähigkeit und das Engagement der DLRG Bochum

Sicher schwimmen zu können, ist der wichtigste Aspekt, um Todesfälle durch Ertrinken vorzubeugen. Wer nicht schwimmen kann, dem bleibt der Zugang zu vielen wertvollen Lebensbereichen verschlossen. Kinder und Jugendliche, die keine sicheren Schwimmer sind, können weder Schwimmbäder besuchen noch den Urlaub am Meer oder Wassersportarten uneingeschränkt genießen. Erst mit einer gewissen Schwimmfertigkeit lassen sich diese Erlebnisse als selbstverständlicher Teil des Lebens wahrnehmen und aktiv gestalten.

Bereits seit den 1980er Jahren verfolgt die DLRG in Bochum das Ziel, die Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu fördern. Ein zentrales Instrument hierbei ist der Rettungspokal der Bochumer Grundschulen. Dieser Wettbewerb schafft einen Anreiz für den schulischen Schwimmunterricht und bietet den Schülerinnen und Schülern ein konkretes Ziel, auf das sie im Laufe des Schuljahres hinarbeiten können. Gleichzeitig verdeutlicht der Rettungspokal, wie wichtig es ist, schwimmen zu können, und stärkt das Bewusstsein für die Bedeutung der Schwimmfähigkeit.

Die Idee dieses Wettkampfes fand Anfang der 2000er Jahre auch überregional Beachtung: Die Bezirksregierung Arnsberg griff das Konzept auf und integrierte es in die Schulwettkämpfe „Westfalen Young Stars“. Im Jahr 2025 konnte der 40. Rettungspokal-Wettkampf erfolgreich durchgeführt werden – ein eindrucksvoller Beleg für die Kontinuität und den nachhaltigen Erfolg dieser Initiative.

Schwimmbadschließungen und Auswirkungen auf die Schwimmausbildung

In den vergangenen drei Jahrzehnten seit dem Neubau der Bochumer Schwimmbäder konnten die Bochumer Schwimmsportvereine und die DLRG von einer Vielzahl an Bädern, Hallenbädern und Lehrschwimmbecken, profitieren. Doch gegen Ende der 1990er Jahre häuften sich die Ausfälle dieser Einrichtungen, die oft auf technische Defekte zurückzuführen waren. Die angespannten kommunalen Finanzen erschwerten die notwendige Renovierung und Instandsetzung, sodass immer mehr Wasserflächen verloren gingen. Dies bedeutete für die schwimmsporttreibenden Vereine nicht nur einen Rückgang der verfügbaren Schwimmzeiten, sondern auch längere Wege insbesondere für Kinder zu den verbliebenen Lehrschwimmbecken.

Frühzeitig haben daher Vertreter der Ortsgruppen und des Bezirks in politischen Gremien auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Sie wiesen wiederholt auf die abnehmende Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen sowie auf die Bedeutung der Schwimmbäder für die Ausbildung hin und suchten kontinuierlich das Gespräch mit Entscheidungsträgern. Obwohl die Politik den Bedarf an mehr Wasserfläche sowie die Notwendigkeit zur Förderung der Schwimmfähigkeit erkannte, fehlten lange Zeit die finanziellen Mittel, um Abhilfe zu schaffen.

Erst zu Beginn der 2020er Jahre kam Bewegung in die Situation: Ein langfristiger, auf zehn Jahre angelegter Plan sieht nun vor, sämtliche Bochumer Hallenbäder für die Zukunft zu modernisieren. Diese grundsätzlich positive Entwicklung bringt jedoch neue Herausforderungen für die Ortsgruppen mit sich. Im Zuge der anstehenden Renovierungen muss jede Gruppe ihr vertrautes Bad verlassen und etwa zwei Jahre lang in ein anderes Bad ausweichen.

Was auf dem Papier als einfache Lösung erscheint, gestaltet sich in der Realität schwierig. Nicht alle Mitglieder oder Eltern der Schwimmkinder sind bereit oder in der Lage, die zusätzlichen Wege auf sich zu nehmen oder diese zeitlich in ihren Alltag zu integrieren. Leider führt dies immer wieder dazu, dass Mitglieder austreten und die Zahl der aktiven Mitglieder weiter abnimmt.

Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Bochum

In den 1990er Jahren entwickelte sich der Wasserrettungsdienst der Bochumer DLRG-Gliederungen stetig weiter. Besonders an den Wochenenden waren die Einsatzkräfte regelmäßig an der Ruhr präsent. Für die Feuerwehr Bochum stellte die Anfahrt zu Einsätzen an der Ruhr jedoch häufig eine Herausforderung dar, da die Wege meist lang waren.

Im Laufe der Zeit kamen sich die beiden Organisationen, DLRG und Feuerwehr Bochum, immer näher. Es wurde eine vertragliche Regelung getroffen, die der Feuerwehr den Zugriff auf die Rettungsboote der DLRG am Kemnader See sowie in Dahlhausen ermöglichte. Gleichzeitig wurde vereinbart, dass die DLRG an den Wochenenden über die Leitstelle zu Einsätzen alarmiert wird.

Aus dieser ursprünglich auf Wochenenden und die Monate von Mai bis September beschränkten Zusammenarbeit hat sich mittlerweile eine ganzjährige Einsatzbereitschaft entwickelt. Heute ist die DLRG Bochum rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche und an 365 Tagen im Jahr, einsatzbereit. Bei Wasserrettungseinsätzen werden die DLRG-Einsatzkräfte nun unmittelbar alarmiert und arbeiten Hand in Hand mit den Einheiten der Feuerwehr Bochum zusammen, um die Einsätze erfolgreich zu bewältigen.

Die DLRG Bochum im neuen Jahrtausend: Jubiläum und strukturelle Veränderungen

Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends startete die DLRG Bochum in eine besondere Phase ihrer Geschichte. Im Jahr 2000 feierte der Bezirk sein 75-jähriges Bestehen, ein bedeutender Meilenstein, der noch gemeinsam mit den DLRG Ortsgruppen Hattingen und Hattingen-Süd begangen wurde.

Die gewachsene Struktur, geprägt u.a durch den Ruhrverlauf, brachte jedoch auch Herausforderungen mit sich. Besonders für die beiden Hattinger Ortsgruppen ergab sich durch ihre Zugehörigkeit zum Bezirk Bochum eine schwierige Situation. Bei Gesprächen mit der Verwaltung in Bochum wurden sie als die „Hattinger“ wahrgenommen, während sie in Hattingen als die „Bochumer“ galten. Diese Situation führte zu Verdruss und war auf Dauer nicht tragbar.

Nach ausführlichen Überlegungen und Gesprächen entschieden sich die Ortsgruppen Hattingen und Hattingen-Süd im Jahr 2008 für einen Wechsel in den Bezirk Hagen/Ennepe-Ruhr. Damit konnten die Strukturen klarer gestaltet und die Zugehörigkeit eindeutiger geregelt werden.

Auch an anderer Stelle wich die Struktur der DLRG von den kommunalen Grenzen ab. Die DLRG Ortsgruppe Wattenscheid war ursprünglich Mitglied im Bezirk Gelsenkirchen. Im Jahr 2009 entschied sich die Ortsgruppe – inspiriert durch die Erfahrungen der Hattinger Gruppen – für einen Wechsel in den Bezirk Bochum. Seit 2010 ist die Ortsgruppe Wattenscheid offiziell Teil des Bezirks Bochum.

Die Ortsgruppe Bereitschaftspolizei Bochum hatte innerhalb des Bezirks immer eine Sonderstellung. Sie führte die Rettungsschwimmausbildung im Rahmen der Polizeiausbildung durch und seit 1974 haben die Polizeibeamten jedes Jahr den Wasserrettungsdienst in Wittdün auf der Insel Amrum unterstützt. Vom 1. Mai bis zum 15. Oktober jeden Jahres wurden etwa 30 Beamte als Rettungsschwimmer eingesetzt und tauschen damit die Uniform gegen die Badehose. Dank der ausgezeichneten Schwimmausbildung in der Polizei war es nicht schwer, geeignete Kollegen für den Rettungswachdienst zu finden. Leider haben sich in den letzten Jahren immer weniger Polizeibeamte für dieses Thema begeistern können, so dass der Vorstand der Ortsgruppe im Frühjahr 2019 die Auflösung beschlossen hat.

Anschaffung und Ausbau eines neuen Einsatzfahrzeuges

Die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges stellt die DLRG regelmäßig vor große Herausforderungen. Insbesondere finanzielle Aspekte spielen dabei eine entscheidende Rolle: Es ist notwendig zu sparen, Spenden zu sammeln und nach Möglichkeit Zuschüsse zu erhalten, um die Finanzierung einer solchen Investition zu sichern.

Im Jahr 2012 war es nach über zwanzig Jahren wieder an der Zeit, ein neues Einsatzfahrzeug für den Bezirk zu beschaffen. Das Fahrzeug wurde in Hannover abgeholt und mit viel Eigeninitiative zu einem modernen Einsatzfahrzeug für den Wasserrettungsdienst in Bochum und den Katastrophenschutz umgebaut. Diese Eigenleistung zeugt vom großen Engagement der Mitglieder und der starken Gemeinschaft innerhalb der DLRG.

Auch wenn dieses Fahrzeug inzwischen schon wieder 13 Jahre im Dienst ist, beweist es durch gute Pflege und regelmäßige Wartung weiterhin seine Zuverlässigkeit. Es ist nach wie vor voll einsatzbereit und wird sicherlich auch in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle im Wasserrettungsdienst und Katastrophenschutz des Bezirks Bochum spielen.

 

Erfahrungen und Herausforderungen beim Ruhrhochwasser 2021

Der Umgang mit Hochwasserereignissen an der Ruhr gehört für die DLRG-Ortsgruppen in Bochum zum Alltag. Jährlich kommt es vor, dass die Ruhr über die Ufer tritt und das Wasser in die Wachstationen eindringt. So sind Wasserstände von bis zu 80 cm in der Wache in Dahlhausen keine Seltenheit. Die DLRG hat sich auf diese regelmäßig wiederkehrenden Ereignisse eingestellt: Möbel und Ausstattung werden vorsorglich hochgestellt, sodass die entstandenen Schäden meist sehr gering ausfallen.

Im Juli 2021 jedoch stellte das Sturmtief „Bernd“ die Bochumer DLRG vor außergewöhnliche Herausforderungen. Der Pegelstand der Ruhr erreichte bei Hattingen einen neuen Rekordwert von 700 cm. Infolgedessen standen alle vier Wachen der DLRG Bochum unter Wasser. Anders als in den vorangegangenen Jahren, als maximal 80 cm Wasser in die Wachen eindrangen, waren es diesmal 185 cm. Dieser extreme Wasserstand war nicht vorhersehbar und verursachte erhebliche Schäden an Einsatzmitteln, Einrichtungsgegenständen sowie an den Gebäuden.

Doch nicht nur Bochum war von den Auswirkungen des Hochwassers betroffen. In vielen Teilen Nordrhein-Westfalens kam es zu großflächigen Überschwemmungen. Die Wasserrettungszüge der DLRG wurden im Rahmen des Katastrophenschutzes eingesetzt. Auch zwei Bochumer Trupps waren gefordert und insgesamt jeweils 36 Stunden im Einsatz, um bei der Bekämpfung der Hochwasserfolgen zu unterstützen.

Die Vorsitzenden des DLRG Bezirks Bochum

1925 - 1933: Karl Stepping
1925 - 1933
Karl Stepping
1933 - 1942: Hans Koch
1933 - 1942
Hans Koch
1942 - 1945: Albert Müller
1942 - 1945
Albert Müller
1945 - 1951: OStD Gamm
1945 - 1951
OStD Gamm
1951 - 1956: Dr. Günther Jancik
1951 - 1956
Dr. Günther Jancik
1956 - 1963: Hans Koch
1956 - 1963
Hans Koch
1963 - 1968: Werner Günther
1963 - 1968
Werner Günther
1968 - 1980: Karl-Heinz Krause
1968 - 1980
Karl-Heinz Krause
1980 - 1986: Horst Jordan
1980 - 1986
Horst Jordan
1986 - 1995: Paul Wiezoreck
1986 - 1995
Paul Wiezoreck
1995 - 2004: Jürgen Reimetz
1995 - 2004
Jürgen Reimetz
2004 - heute: Torsten Kelle
2004 - heute
Torsten Kelle

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